Mittwoch, 20. April 2016

Das Böse hat Geburtstag. Ein Gewinnspiel gegen das Vergessen und für mehr Menschlichkeit





Vor 127 Jahren war in Braunau am Inn in Österreich die Geburtsstunde eines Mannes, der eine Menschenverachtung auslösen sollte, wie sie Deutschland noch nie erlebt hatte und die Welt bis heute erschüttert. 
Durch meinen neuen Roman „Die Geisterclique von St. Josephine“ zieht der 20. April, Hitlers Geburtstag, nicht mehr unbemerkt an mir vorbei. Durch ihn kam ein Schrecken in die Welt, der niemals in Vergessenheit geraten darf.

Adolf Hitler ergriff 1933 die Macht und zog in einen Krieg, der ein Grauen mit sich brachte, für das sich bis heute keine Worte finden lassen. Durch die Recherche zu meinem Buch bin ich auf Gräueltaten gestoßen, die mir bis dahin völlig unbekannt waren. Diese erschließen sich einem wohl erst, wenn man tiefer in die Materie des Dritten Reichs eintaucht. Erschüttert ist kein Ausdruck, für das, was ich gelesen und an Filmmaterial gesehen habe. Durch die Arbeit an meinem Buch, begriff ich erst richtig, was hier vor über 70 Jahren in Deutschland geschah. Und noch mehr als sonst stelle ich mir die Frage, wie es möglich ist, Hitler und seine Lehren bis heute zu verehren, wo nun all seine Taten offen liegen. 
Im Gegenzug beschäftigte mich, während ich den Plot für mein Buch zusammenstellte, die Frage, was wussten die Menschen damals von Hitlers Absichten? Hatte der größte der Teil der deutschen Bevölkerung einfach weggeschaut oder war ihnen gar nicht klar, was um sie herum passierte? Hatten sie selbst Angst? Wie war das Leben zu dieser Zeit?
Als ich einmal mit meiner Tante darüber sprach, die zurzeit des Zweiten Weltkrieges eine junge Frau war, sagte sie etwas zu mir, dass mich nicht mehr losließ. „Es gab keine Freiheit mehr in diesem Land.“ 

Keine Freiheit? Für uns heute kaum vorstellbar. Doch unter Hitlers Regierung konnte die freie Meinung zur Lebensgefahr werden. Wollte man nicht selbst in das Visier der Gestapo oder SS geraten, stand man lieber daneben und schaute zu, wie die Juden öffentlich bloßgestellt wurden oder drehte den Kopf weg. Kritik konnte gegen Hitler nur noch unter vorgehaltener Hand geübt werden. Das Nazi-Regime bediente sich einem Urinstinkt des Menschen, um ihn in die Richtung zu drängen, wo er hin sollte. Der Angst. Wenn es um das Überleben geht, sind wir uns immer selbst am nächsten. Die wenigstens von uns wagen einen Weg zu gehen, wie es z.B. Sophie Scholl getan hat. Des Weiteren machte Hitler sich das soziale Wesen zunutze, die die ganze Nazi-Maschinerie erst in Gang setzte. Er gab der Masse das Gefühl, etwas Besonderes zu sein und einer großen Sachen zu dienen. Aus den einstigen Verlieren würden nun die unbesiegbaren Gewinner werden. Wir Deutsche, die einzig wahre Rasse, die Elite der Welt. Welches Ego fühlt sich da nicht geschmeichelt? Dieses Gemeinschaftsgefühl zog die Menschen in den Bann, dass am 9. November 1938 dann sogar aus den unscheinbarsten Bürgern Bestien machte. Und genau in dieser Zeit lebt mein „Geisterjunge“ aus meinem Roman. Schon als Kind muss er lernen, sich in einer Gesellschaft zurechtzufinden, die von Unterdrückung, Intoleranz und Hass geprägt ist. Er bewegt sich in einer Welt des Krieges, einem unbarmherzigen Nazi-Regime, und der Hitlerjungend. So stellte sich für ihn die Reichspogromnacht da:

„Von der Straße waren brüllenden Stimmen zu hören. Immer wieder zerbrach Glas. Ein Stück konnte ich durch die Hintergärten laufen, aber dann musste ich auf die Hauptstraße einbiegen. Was ich dort zu sehen bekam, stoppte mich automatisch. 
Voller Entsetzen starrte ich auf das Szenario, welches sich mir darbot. Die Scheiben jüdischer Geschäfte und Häuser waren eingeworfen. Menschen warfen die Einrichtungen und Waren auf die Straße. Aufgeregt liefen die Besitzer umher, versuchten ihr Hab und Gut zu schützen, doch sie wurden beschimpft, bespuckt und mit Gegenständen beworfen. Die aufgeheizte Stimmung war für die Menschen wie ein Rausch, entfesselte ihre Triebe von Gewalt, Hass und Sadismus. Sie schienen völlig die Kontrolle über sich verloren zu haben. Selbst Frauen gingen auf ihre jüdischen Mitbürger los. Zwei SS-Männer zerrten einen alten Mann auf die Straße, schubsten ihn mitten in den Mob.
»Da habt ihr eine weitere Judensau, die euch eure Arbeit und Geld stiehlt.«
Schon holte ein Mann aus und schlug dem Alten mitten ins Gesicht. Vor Schreck zuckte ich zusammen. Ein weiterer Mann kam und beteiligte sich an der Prügelattacke. Die dicke Bäckerin, die immer so freundlich war, wenn ich Semmeln bei ihr kaufte, bespuckte den alten Mann, der von den Schlägen blutend zu Boden ging. Ich zitterte vom Anblick dieses Grauens am ganzen Körper, war nicht mehr in der Lage, mich zu bewegen. Plötzlich riss mich jemand an den Schultern herum. Heinrich.
»Hast du völlig den Verstand verloren? Sofort nach Hause mit dir«, herrschte er mich an. Er wollte mich hinter sich herzerren, aber ich war nicht in der Lage zu gehen. Schmerzensschreie hallten durch die Nacht, die sich mit dem flackernden Schein des Feuers der Fackeln vermischten. Die Hölle war auf die Erde gekommen.“

Und genau darum darf die Vergangenheit niemals in Vergessenheit geraten. Unsere Erde darf für keinen Menschen zur Hölle werden. Auch heute herrscht überall auf der Welt Krieg. Gerade sind tausende Menschen auf der Flucht, weil sie einem Ort entfliehen, der zu einer Hölle geworden ist. Ich glaube, all die, die nie einen Krieg erlebt und dieses Elend mit eigenen Augen gesehen und gespürt haben, können es sich nicht einmal im Ansatz vorstellen, was es dabei zu ertragen gilt. Wie es ist, wenn neben einem eine Bombe hochgeht. 
Ich bin teilweise tief erschrocken über das Verhalten mancher Menschen und denke mit großer Sorge darüber nach, ob wir wirklich aus der Vergangenheit gelernt haben … bestimmte Wahlergebnisse sprechen nicht dafür.

„Die Geisterclique von St. Josephine“ greift genau diese wichtigen Themen auf, die für ein gemeinsames, friedvolles Miteinander unabdingbar sind. Toleranz, Respekt vor dem Leben, Freundschaft und Menschlichkeit. Es soll ermutigen bei Ungerechtigkeiten, gleich welcher Art, nicht wegzuschauen, sondern einzugreifen. Durch den Fantasy-Aspekt, die „Geister“, werden die Probleme der Vergangenheit mit denen der Gegenwart, wie z. B. Mobbing, Unterdrückung, Vernachlässigung und Intoleranz auf ganz andere Weise aufgegriffen, sodass das Buch auch besonders für Jugendliche ansprechend ist. Es ist ein sehr ergreifender Roman, voller Emotionen und Spannung. 
Vielleicht möchtet auch ihr gemeinsam mit Ella und der Geisterclique das dunkle Geheimnis von St. Josephine aufklären. Ihnen bei ihrem Kampf gegen die Unterdrückung beistehen. 

Ganz im Zeichen gegen das Vergessen und für mehr Menschlichkeit, habt ihr heute die Möglichkeiten, eins von insgesamt drei E-Books im Wunschformat von „Die Geisterclique von St. Josephine“ zu gewinnen. Kommentiert den Beitrag und ihr hüpft in den Lostopf. Die Gewinner werden morgen auf meinem Blog bekannt gegeben. 
Wer heute kein Glück hat und dennoch in die geisterhafte Geschichte von Gegenwart und Vergangenheit, Diesseits und Jenseits eintauchen möchte, das E-Book ist bei Amazon und allen anderen OnlineShops erhältlich. 


Buchtrailer:







Teilnahmebedingen für das Gewinnspiel:
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.


Kommentare:

  1. Ich finde es toll, dieses Thema aus so einer Sicht aufzugreifen. Besonders die Bemühungen sich tiefer mit der GEschichte zu beschäftigen finde ich toll. Das Buch interessiert mich sehr und ich würde mich freuen, zu den Gewinnern zu gehören.

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